Solaranlagen wandeln Sonnenenergie in Strom um

Solaranlage als Photovoltaik zur Stromerzeugung nutzen

Eine Solaranlage wandelt Sonnenenergie in eine andere Energieform (elektrische Energie oder Wärme) um. Aus diesem Grund wird zwischen zwei Typen von Solaranlagen unterschieden: Zum einen die Photovoltaikanlage und zum anderen die Solarthermieanlage. Wenn Sie sich eine dieser Anlagen auf Ihr Hausdach installieren lassen, dann können Sie selbst Strom erzeugen und diesen entweder ins Stromnetz einspeisen oder verkaufen, wodurch sich die Solaranlage refinanzieren und Gewinn erzielen lässt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Strom selbst zu nutzen, um so die monatliche Stromrechnung zu senken. Es gibt jedoch einige Voraussetzungen für die Installation einer Photovoltaikanlage, die vorab geprüft werden müssen.

  • Eine Photovoltaikanlage lässt sich auf Schrägdächern, Flachdächern und an Fassaden anbringen.
  • Bei der Installation auf einem Schrägdach sollte dieses möglichst nach Süden ausgerichtet sein. Eine nördliche Ausrichtung ist ungeeignet.
  • Die optimale Neigung von Schrägdächern beträgt 25° bis 30°. Hat das Dach eine stärkere oder geringere Neigung kann diese mit Montagesystemen ausgeglichen werden.
  • Die Dachfläche muss die gesamte Laufzeit von 20 Jahren verschattungsfrei sein. Bäume, andere Gebäude oder ähnliches in der unmittelbaren Nähe, die einen Schatten auf das Dach werfen, sind ungünstig.
  • Außerdem muss die Statik des Daches ausreichen, um die Solaranlage zu tragen, auch im Winter bei zusätzlicher Schneelast.
  • Das Dach muss frei von Asbest sein.
  • Eventuell muss eine Baugenehmigung beim Denkmalschutz eingeholt werden.

 

Eine thermische Solaranlage für die Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung

Der zweite Typ einer Solaranlage ist die Solarthermieanlage, die auch unter dem Begriff thermische Solaranlage bekannt ist. Bei dieser Anlage wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt, die anschließend in einen Speicher transportiert wird. Diese gespeicherte Energie lässt sich zur Warmwasserbereitung verwenden, wodurch die Zentralheizung entlastet wird. Allerdings kann eine thermische Solaranlage nur als Unterstützung genutzt werden. Gerade in kalten Jahreszeiten schafft die Anlage die Warmwasserbereitung nicht alleine, sodass ein Heizsystem unerlässlich ist.

  • Auch bei einer thermischen Solaranlage eignen sich Schräg- und Flachdächer.
  • Es muss ausreichend Dachfläche zur Verfügung stehen. Wie viel hängt davon ab, ob die Anlage nur zur Warmwasserbereitung genutzt werden oder ob diese auch die Heizung unterstützen soll.
  • Die Dachneigung sollte für eine Warmwasserbereitung zwischen 30° und 50° betragen und für eine Heizungsunterstützung 45° bis 70°.
  • Die Dachlastreserve sollte zudem ausreichend sein, um die Solaranlage zu tragen.

 

Für eine Solarthermieanlage benötigen Sie keine Baugenehmigung. Dennoch sollten Sie sich mit der Baubehörde abstimmen, besonders, wenn Ihr Haus unter Denkmalschutz steht.