Alles was beim Baubeginn zu beachten ist.

Der Baubeginn muss sorgfältig geplant werden

Mit dem Baubeginn wird festgelegt, wann der Bau startet, beziehungsweise der Zeitraum festgelegt, in dem das Bauvorhaben durchgeführt wird. Vor Baubeginn gibt es einiges zu beachten, so müssen Bauvorlagen, Baugenehmigung, bautechnische Nachweise des Schall-, Wärme-, und Erschütterungsschutzes, Bescheinigungen von Prüfsachverständigen und Verwendbarkeitsnachweise für Bauprodukte vorliegen. Beträgt die Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage und sind mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig auf der Baustelle tätig, so muss der Bauherr oder das beauftragte Bauunternehmen dem örtlich zuständigen Gewerbeaufsichtsamt Angaben zur Baustelle liefern. Sind auf der Baustelle Handwerker von mehreren Arbeitgebern beschäftigt, so sind geeignete Koordinatoren zu bestellen. Vor dem Baubeginn sind zudem die Grundfläche sowie die Höhenlage des Baugrundstücks festzulegen. Auch die Aushubarbeiten gehören zu den Aufgaben vor Baubeginn. Wird in dieser Phase eine Verunreinigung der Böden festgestellt, sind die Arbeiten sofort einzustellen und die zuständige Behörde zu kontaktieren. Werden Bodendenkmäler gefunden, gilt Gleiches und es muss die Denkmalschutzbehörde oder das Landesamt für Denkmalpflege informiert werden.

Aufgabenverteilung für die Vorbereitung des Baubeginns

Der Bauherr ist dafür verantwortlich, geeignete Entwurfsverfasser, Fachplaner und Sonderfachleute sowie geeignete Unternehmer zu bestellen. Darüber hinaus hat er dafür Sorge zu tragen, dass alle erforderlichen Anträge und Nachweise bis zum Baubeginn vorliegen.

Der Entwurfsverfasser liefert vollständige und brauchbare Entwürfe, er hat zudem die Hinweispflicht gegenüber dem Bauherrn und es obliegt ihm die Verantwortung für die ordnungsmäße Planung.

Der Fachplaner muss vor Baubeginn Nachweise zur Standsicherheit, zum vorbeugenden Brandschutz sowie zum Schall-, Wärme und Erschütterungsschutz erstellt haben.

Bei der Standsicherheit handelt es sich um statische Berechnungen sowie die zugehörigen Zeichnungen. Der vorbeugende Brandschutz dokumentiert alle Fluchtwege, Brandabschnitte und Brandwände. Im Nachweis über den Erd- und Grundbau sind das Baugrundgutachten, die Beschaffenheit und die Tragfähigkeit des Baugrundes sowie Hinweise über das Grundwasser enthalten.